Predictive Policing: Prognosesoftware entlarvt Einbrecher

Die Polizeidirektion einer der größten deutschen Städte beugt Wohnungseinbrüchen durch Serientäter mit Hilfe eines Prognose-Modell vor. Verbrechensschwerpunkte werden vorausschauend identifiziert und Einsatzkräfte gezielt gesteuert.

Predictive Policing: Prognosesoftware entlarvt Einbrecher
(Bild: Fotolia, Rainer Fuhrmann)

Ausgangssituation

Deutschlandweit steigen die Einbruchszahlen durch organisierte Banden auf Rekordhöhe. Um dieser Entwicklung entgegenwirken zu können, muss die Polizei ihre knappen Personalressourcen so effektiv wie möglich einsetzen. Daher entschied sich die Polizeidirektion einer der größten deutschen Städte für eine Analyselösung zum Predictive Policing. Der Schwerpunkt sollte dabei auf der vorausschauenden Identifikation von Gefahrengebieten für Wohnungseinbrüche durch Serientäter liegen. Bis zu dem Zeitpunkt wurden hierfür ausschließlich polizeistatistische Methoden verwendet. Dabei blieben umfangreiche Datenbestände weitestgehend ungenutzt.

Lösung

Die IT-Infrastruktur der Polizeidirektion besteht im Kern aus Microsoft-Technologien. Daher bot sich der Einsatz des SQL Servers als wirtschaftliche Lösung an. In enger Zusammenarbeit mit den Ermittlern wurde eine individuelle Prognosesoftware auf Basis der Analysis Services (SSAS) entwickelt, die auf polizeiinternen Datenbestände zugreift, wie z.B. Falldetails oder geografische und demografische Daten. Die Reporting Services (SSRS) dienten der Erstellung eines leicht zu bedienenden Prognosewerkzeuges sowie einer Prognosegütebestimmung. Ein spezielles Klassifizierungsverfahren identifiziert die Quadranten mit der höchsten Einbruchswahrscheinlichkeit und stellt diese auf einer Karte farblich markiert dar. Die resultierenden Prognosen werden täglich automatisiert erstellt und an alle Polizeidirektoren der Stadt verteilt.

Kundennutzen

Die beschriebene Prognoselösung leistet inzwischen einen effektiven Beitrag zur Vorbeugung von Wohnungseinbrüchen durch Intensivtäter. Aktuell wird eine bis zu siebenfach bessere Vorhersage künftiger Einbrüche gegenüber den bisherigen, erfahrungsbasierten Vorgehensweisen erzielt. Die Einsatzkräfte der Polizei zeigen in den identifizierten Gefahrengebieten gezielt Präsenz. Auf diese Weise werden potenzielle Täter abgeschreckt und Anwohner für mögliche Folgetaten sensibilisiert. Da die genutzten Daten laufend durch neue Erkenntnisse ergänzt werden, lernt das System weiter hinzu und liefert immer genauere Prognosen. Ebenso erweist sich die neue Lösung als effizienter Speicher langjähriger Polizeierfahrung. Nicht zuletzt lässt sich die Prognosesoftware von Seiten der Polizei eigenhändig warten und auf viele andere Deliktfelder ausweiten.

Produkte

  • Microsoft SQL Server
  • Microsoft Power BI
  • Microsoft SSAS (Analysis Services)
  • Microsoft SSRS (Reporting Services)
  • R-Studio
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