09.10.2017

Konzernweites EDWH: Krones AG modernisiert Datenanalyse

Business Value

Der effiziente Einsatz von Daten ist auch für Maschinenbauer ein entscheidender Erfolgsfaktor. Die Krones AG hat deshalb ihre bestehenden Analyseplattformen in ein konzernweites Enterprise-System überführt. Von der neuen Lösung profitieren eine Vielzahl unterschiedlicher Unternehmensbereiche.

„Fortschritt“ wird bei der Krones AG von jeher großgeschrieben: Das Unternehmen wurde im Jahr 1951 als klassischer Maschinenbauer gegründet. Seither hat sich Krones zum weltweit führenden Anbieter von Systemtechnik und Konzern mit diversen Tochtergesellschaften entwickelt. Das Portfolio umfasst moderne Systeme aus den Bereichen Prozess-, Abfüll- und Verpackungstechnik. Jedoch hat der globale Wettbewerb zwischenzeitlich stark zugenommen. Um den Führungsanspruch weiterhin zu behaupten, müssen die konzernweiten Prozesse möglichst effizient gestaltet werden. Ebenso gilt es, im volatilen Marktumfeld schnell und flexibel zu agieren.

Krones Zentrale
Durch eine moderne, integrierte Analyseplattform hat die Krones AG ihre Abläufe konzernweit optimieren können. (Bild: Krones AG)

Einen Ansatzpunkt bildet in diesem Zusammenhang die gezielte Auswertung der stetig wachsenden Datenbestände. In diesem Kontext mangelte es Krones lange Zeit an einer konzernübergreifenden Lösung, die den Mitarbeitern in der ganzen Welt einen einheitlichen Blick auf alle Daten und entsprechende Analyseergebnisse ermöglichte. Eine moderne, vollständig integrierte Plattform auf Basis von Microsoft-Technologien sollte Abhilfe schaffen.

Alle Daten auf einer Plattform

„Ursprünglich haben wir für die Auswertung unserer Daten verschiedene Lösungen genutzt“, erläutert Jonas Heindl, Fachkoordinator Business Intelligence bei der Krones AG. „Hierzu zählten unter anderem ein SAP BW sowie ein Oracle DWH mit Business Objects. Uns stand also keine konsistente, einheitliche Datenbasis zur Verfügung.“ Genauso wenig wurden die einzelnen Plattformen den Ansprüchen hinsichtlich der Performance und der Analysemöglichkeiten gerecht. „Die Fachabteilungen konnten nur höchst eingeschränkt und mit großem Aufwand selbstständige Auswertungen vornehmen. Daher haben wir uns entschlossen, die vorhandenen Technologien durch ein modernes, integriertes System mit Self-Service-Ansatz zu ersetzen. Wobei die Arbeiten an der neuen Lösung natürlich das laufende Geschäft nicht beeinflussen durften.“

Jonas Heindl, Krones AG
Jonas Heindl, Fachkoordinator Business Intelligence bei Krones. (Bild: Krones AG)

So wurde parallel zu aktuellen SAP-Entwicklungen ein konzernweites Enterprise Data Warehouse mit Microsoft BI aufgebaut. „Die neue Plattform fungiert als Single Point of Truth“, erklärt Matthias Petig, Senior Consultant beim verantwortlichen Beratungshaus Oraylis. „Hier werden alle relevanten Quellsysteme konsolidiert zusammengeführt, wie das SAP-ERP und -CRM oder auch die Telefonanlage und Planungsanwendungen. Die Aktualisierung der Daten erfolgt dann automatisiert von den Quellsystemen bis zu den fachspezifischen Cubes.“ Im Rahmen des Self-Service-Ansatzes erstellen und verwalten Fachbereichs- und Power-User nunmehr alle Auswertungen eigenständig. Neben Werkzeugen für Ad-hoc-Analysen werden auch Templates für alle erforderlichen Standardberichte zur Verfügung gestellt. Das Management erhält erstmals eine einheitliche Vorstandsberichtsmappe über alle Kennzahlen. Zu den übergeordneten Funktionalitäten zählen teils mehrsprachige Auswertungen sowie die Berücksichtigung von mehrstufigen Berechtigungen.

Nutzen für Kunde und Krones AG

„Durch das einfache Handling der Analysewerkzeuge ist die neue Lösung von unseren Anwendern sehr gut angenommen worden“, sagt Jonas Heindl. „Praktisch jeder Fachbereich profitiert davon – und zu aller erst der Kunde.“ So wirken sich Erreichbarkeitsanalysen und eine gezielte Personaleinsatzplanung positiv auf den Service aus. Gleiches gilt für die Analyse von Bestell- und Reklamationsprozesse. Durch eine 360°-Sicht auf Kunden und deren Anlagen kann der Vertrieb Details zu allen Aufträgen nachvollziehen und dadurch schneller Angebotsanfragen bedienen. Darüber hinaus lassen sich Kunden- und Marktpotenziale fundiert bestimmen.

Krones Füllermontage
In der Fertigung verbessert die Auswertung von Produktionsdaten die Durchlaufzeiten sowie den Personal- und Materialeinsatz. (Bild: Krones AG)

Währenddessen kann das Marketing seine Kampagnenerfolge detailliert bewerten und vorausschauend steuern. Der Einkauf hat die Möglichkeit, Preisentwicklungen und Lieferanten einer tiefergehenden Betrachtung zu unterziehen. In der Fertigung optimiert die Auswertung von Produktionsdaten die Durchlaufzeiten sowie den Personal- und Materialeinsatz. Gleichzeitig sorgt die Bewertung von Materialbeständen für eine bessere Lagerauslastung und Kapitalbindung. Schließlich verfügt der Bereich Finanzen und Controlling über eine automatisierte Lösung für das interne und externe Berichtswesen. Zudem wird eine valide Kontrolle von Kosten und Erträgen inklusive Ergebnisrechnung ermöglicht.

Das Enterprise Data Warehouse hat bei Krones aber nicht nur die klassische Datenanalyse auf den neuesten Stand gebracht. Es ist gleichzeitig Ausgangspunkt für eine weitere Digitalisierung des Geschäfts: „Perspektivisch betrachtet geht es uns darum, Big Data zu erschließen und datengetriebene Szenarien aus dem Bereich Industrie 4.0 umzusetzen. Die neue Lösung bildet hierfür eine ausgezeichnete Basis“, so Jonas Heindl.

ORAYLIS Team
ORAYLIS bedankt sich bei seinem Krones-Kernteam für die tolle Arbeit (v.l.): Marco Wotruba (Architect), Christina Bräutigam (Consultant), Matthias Petig (Senior Consultant), Michael Althaus (Principal Project Manager). Daneben gilt der Dank zahlreichen weiteren Kollegen, die zum Erfolg des Projektes beigetragen haben. (Bild: ORAYLIS GmbH)

 

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