08.01.2019

SQL Server 2008: Support läuft aus – Sicherheitslücken drohen!

SQL Server 2008: IT-Verantwortlicher muss Entscheidung für Upgrade treffen
Das Ende des Supports für den SQL Server 2008 zwingt die Verantwortlichen in IT- und BI-Abteilungen zum Handeln. (Bild: I-Stock/MangoStar-Studio)

Reibungslose Migration in die Cloud

„Wir erleben eine Welle von Cyberangriffen. Und das wird sich auch künftig nicht ändern“, so Jens Kröhnert, Principal Consultant bei den Microsoft-Experten ORAYLIS. „Daher raten wir unseren Kunden dringend zu diesen Upgrades.“ Unternehmen haben dabei die Wahl zwischen drei Optionen. „Zwei dieser Lösungen führen in die Cloud, was angesichts immer größerer Analyseanforderung und Datenmengen sicherlich konsequent ist.“

Die erste Variante basiert auf der neuen Azure SQL Database Managed Instance. „Hierbei handelt es sich um ein vollständig verwaltetes „Platform-as-a-Service“-Angebot. Anwendungen und Datenbanken können ohne aufwändige Code-Anpassungen aus der lokalen Umgebung direkt in die Azure Cloud gehievt werden. In der Folge steht nahezu das gesamte Leistungsspektrum des SQL Servers 2017 zur Verfügung.“ Hinsichtlich der Kosten können sich vor allem die Besitzer einer aktiven Software Assurance freuen: „Durch das sogenannten Hybrid Use Benefit lassen sich bis zu 80 Prozent der Kosten für die virtuellen Maschinen einsparen.“

Umzug auf Raten

Natürlich gibt es Szenarien, in denen eine solche Migration nicht möglich ist, beispielsweise wenn Anwendungen mit technischen Abhängigkeiten zum SQL Server 2008 installiert sind. Für solche Fälle stellt Microsoft eine spezielle „Infrastructure-as-a-Service“-Lösung zur Verfügung. „Unternehmen können ihre Workloads ohne Code-Änderungen auf virtuellen Maschinen in der Cloud hosten und drei weitere Jahre kostenpflichtige Sicherheitsupdates in Anspruch nehmen“, erläutert Jens Kröhnert. „Auf diese Weise bleibt genug Zeit, um seine Technologien in Ruhe umzustellen und im passenden Moment abzugraden bzw. vollständig in die Cloud umzuziehen.“ Wie genau die „Extended Security Updates“ erworben werden können, steht aktuell noch nicht fest. Die Updates werden aber spätestens zum offiziellen Support-Ende bereitstehen.

Upgrade auf lokalen Ressourcen

Schließlich besteht auch noch die Möglichkeit, Apps und Daten weiterhin auf lokalen Ressourcen auszuführen. Wie gewohnt werden dabei die Server auf die neuste Version – gegenwärtig den SQL Server 2017 – aktualisiert. Bei Bedarf können dann auch schon Analyse-Funktionen aus der Cloud in Anspruch genommen werden.

Neben dem Aufwand für die Migration sind bei dieser Lösung auch Kosten für die Lizenzen einzurechnen – zumindest, solange keine aktive Software Assurance vorliegt. „Mit der Software Assurance hat man auch das Recht auf die neuste Version erworben. Entsprechend entfallen also auch die Lizenzkosten beim Upgrade“, so Jens Kröhnert.

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