Energie – BI und Big Data

BI und Big Data in der Energiebranche: Maßgeschneiderte Tarife und Serviceleistungen

Geringe Wechselbarrieren sowie ein ähnliches Leistungs- und Qualitätsniveau führen in der Energiebranche zu einem massiven Verdrängungswettbewerb. Infolgedessen werden guter Service und maßgeschneiderte Tarife für den Kunden immer mehr zum wichtigsten Auswahlkriterium. Die umfangreichen Datenbestände der Versorgungsunternehmen können in diesem Kontext eine erfolgsentscheidende Unterstützung bieten. Ausschlaggebend ist, dass die Daten auf Basis leistungsfähiger Business-Intelligence- bzw. Big-Data-Lösung gezielt miteinander vernetzt werden.

Churn-Rate senken

Der Wechsel des Energieversorgers wird dem Verbraucher heutzutage leicht gemacht. Entsprechend groß ist auch die Bereitschaft, den angestammten Anbieter zu verlassen. Die Unternehmen reagieren auf die sinkende Kundeloyalität mit dem sogenannten Churn Management. „Churn“ ist ein englisches Kunstwort, das sich aus „Change“ (Wechsel, Veränderung) und „Turn“ (umschwenken) zusammensetzt. Es geht also um Maßnahmen und Kampagnen, die eine Abwanderung von Kunden verhindern.

Durch die Verknüpfung verschiedener Datenquellen im Rahmen eines Churn-Modells lassen sich mögliche Kandidaten genau ermitteln. Entsprechend können Sie frühzeitig und ganz gezielt gegensteuern. Gleichzeitig sorgt eine genaue Bestimmung des jeweiligen Kundenwertes dafür, dass Sie ausschließlich profitable Kandidaten ansprechen.

Wertorientiertes Marketing

Im Rahmen des wertorientierten Marketings hat sich das Vorgehen beim Verkauf konsequent am jeweiligen Kundenwert zu orientieren. In diesem Kontext können Call-Center-Mitarbeiter im direkten Kundenkontakt alle wichtigen Informationen zur jeweiligen Verbrauchshistorie und dem aktuellen Vertragswert abrufen. Gleichzeitig werden ein Handlungsleitfaden sowie eine Auswahl individueller Produktvorschläge mit exakten Deckungsbeitragsprognosen angezeigt, die einerseits für den Kunden attraktiv sind und andererseits eine weitere Steigerung des Umsatzes versprechen.

Beschwerdemanagement verbessern

Daten aus Ihrem Call-Center oder aus sozialen Netzwerken können zu einer umfassenden Verbesserung des Beschwerdemanagements beitragen. Im Rahmen gezielter Analysen erfahren Sie, welche Themen Ihre Kunden am meisten bewegen, sodass Sie gezielt Ihr Angebot optimieren können. Darüber hinaus haben Sie die Möglichkeit, Schwächen in der Organisation aufzudecken und Anhaltspunkte für die Mitarbeiterentwicklung zu gewinnen. Das alles trägt zu einer nachhaltigen Steigerung der Kundenzufriedenheit und -bindung bei.

Umfassende Wettbewerbsbeobachtung

Energie-Portale sind perfekte Quellen, um die Attraktivität Ihrer Produkte sowie Ihre Position gegenüber dem Wettbewerb genauer zu bestimmen. Aus den Daten lässt sich herausfiltern, welche Angebote vom Kunden bevorzugt werden. Ebenso können Sie typische Kundengruppen und deren Präferenzen gegenüberstellen. Langzeitvergleiche zeigen schließlich, wie sich Ihre Position bei verschiedenen Anfragen gegenüber dem Wettbewerb verändert. Infolgedessen erhalten Sie vielfältige Anhaltspunkte, um Ihre Angebote zu modifizieren.

Vertragsmanagement als Datenquelle

Das Vertragsmanagement liefert Ihnen Daten, mit denen sich vielfältige Fragestellungen beantworten lassen: Welche Produkte und Vertragskonstellationen funktionieren, welche nicht? Welche Kunden bevorzugen spezifische Vertragskonstellationen? Wie hoch ist das Umsatzpotential pro Quartal oder Jahr? Wie groß ist die Differenz zwischen Neu- und Bestandskunden, wie hoch die Rate der Vertragsverlängerungen? Nicht zuletzt erhalten Sie wichtige Informationen zur Profitabilität und Wechselbereitschaft Ihrer Kunden.

CLV genau bestimmen

Der Customer Lifetime Value (CLV) gehört zu den wichtigsten Kennzahlen für die Wirtschaftlichkeit von Energieversorgern. Mit einer modernen Datenplattform lässt sich der Kundenwert über den gesamten Lebenszyklus exakt bestimmen. Dabei werden neben vergangenen und aktuellen Umsätzen auch künftige Erwartungen berücksichtigt. Beispielsweise kann man mit einem entsprechenden Prediction-Modell bereits beim Vertragsabschluss den Deckungsbeitrag eines Neukunden zuverlässig vorhersagen.

Smart Metering umfassend nutzen

Intelligente Stromzähler und Netze eröffnen umfassende Möglichkeiten, um die Geschäftstätigkeit zu optimieren. So lassen sich für jeden Haushalt detaillierte Verbrauchsmuster und -spitzen herausfiltern, die sowohl zur Steigerung der Energieeffizienz als auch für individuelle Tarife und Produkte jenseits des Standards genutzt werden können. Dabei sorgt die Hinzunahme demografischer und meteorologischer Daten für noch exaktere Berechnungen. In gleicher Weise kann der Verbrauch von Stadtvierteln und ganzen Städten analysiert werden. Dies erleichtert die Kapazitätenplanung für die Infrastruktur sowie Vorhersagen hinsichtlich der Leistungsnachfrage in den Versorgungsgebieten.

Windkraftanlagen optimieren

Die Drehzahl- und Positionserfassung von Windkraftanlagen produziert laufend Massendaten, mit deren Hilfe der Betrieb und letztendlich die Energieausbeute zu bestimmten Wetterbedingungen und Jahreszeiten optimiert werden können. Ebenso lassen sich typische Fehler und Abnutzungserscheinungen generieren, die für vorausschauende Wartungs- und Instandhaltungsmaßnahmen genutzt werden können. Darüber hinaus können Sie Ihre Daten bei Standortentscheidungen für künftige Windparks nutzen.

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