12.04.2018

Azure News vom Februar und März 2018

Technical Value

Auch in 2018 treiben die Azure-Verantwortlichen die Weiterentwicklung ihrer Cloud-Plattform mit unverminderter Geschwindigkeit voran. Im Folgenden habe ich für euch die wichtigsten Azure News aus den Monaten Februar und März zusammengestellt: 

Azure Data Factory V2

Im meinen Azure News vom Oktober 2017 hatte ich ja bereits über die Version 2 der Data Factory berichtet. Anfang des Jahres wurde nun die angekündigte "Visual-Authoring"-Funktion bereitgestellt. Dadurch lassen sich jetzt Instanzen für ETL-Aufgaben via SSIS sowie Data Factory Pipelines direkt im Browser erstellen. In der Version 1 war dies nicht möglich. Hier mussten die Data Pipelines über JSON-Templates initialisiert werden. Die neue Version bietet zudem weitere Optionen, um Pipelines zu gestalten.

Azure News

Mehr dazu ► Azure Data Factory: Visual Tools enabled in public preview

In Rahmen der anstehenden Fertigstellung der ADFv2 hat Microsoft auch ein schönes Hands-On Lab bereitgestellt.

Mehr dazu ► New Azure Data Factory self-paced hand-on lab

Azure Managed Instance

Seit März steht im Azure Portal ein neuer PaaS-Dienst zur Verfügung: Azure Managed Instance. Hinter diesem Dienst steckt ein von Microsoft verwalteter SQL Server, der kompatibel mit On-Prem-SQL-Servern ist. Anders als die Azure SQL DB, bietet Azure MI einen nativen VNET-Support und unterstützt folgende On-Prem-Features:

  • Native Database Restore
  • SQL Agent
  • Database Mail
  • Service Broker
  • Common Language Runtime (CLR)
  • Change Data Capture
  • Cross Database Queries

Der Dienst ist vor allem in Lift-&-Shift-Szenarien von Vorteil, bei denen eine lokale Infrastruktur ohne große Code-Änderungen in die Cloud gehoben werden soll. Außerdem gibt es ein „Bring-Your-Own-Licence“-Modell (BYOL), das eine Nutzung bereits bestehender SQL-Server-Lizenzen ermöglicht. Der Dienst ist aktuell noch in der Preview-Phase – aber wir testen ihn bereits fleißig:)

Mehr dazu ► Migrate your database to a fully managed service

Azure Search

Der Azure-Search-Dienst hat unter der Haube eine neue Hardware bekommen. Der Kunde erhält nun für den selben Preis die doppelte Leistung im Hinblick auf Indexing und Abfragen. Außerdem wurde das bisher geltende Dokumenten-Limit in den Basic- und Standard-Preisstufen entfernt.

Aktuell können Nutzer nur dann von den Upgrades profitieren, wenn der Dienst neu erstellt wird.  Bestehende Dienste werden bisher leider nicht aktualisiert.

Mehr dazu ► Azure Search service upgrades

Azure Data Lake Store & Storage Explorer

Der Azure Storage Explorer unterstützt nun auch den Azure Data Lake Store. Bisher konnten dort nur Azure Storage und Cosmo DB eingebunden werden. Infolgedessen haben der Nutzer nun die Möglichkeit, mit einem Tool die gängigen Azure-Storage-Systeme zu verwalten.

Azure News

Mehr dazu ► Microsoft Azure Data Lake Storage in Storage Explorer

Azure Blob Storage

Im Azure Blob Storage können jetzt gelöschte oder überschriebene Daten wieder wiederhergestellt werden. Mit Hilfe der Option „Soft Delete“ lässt sich beim Überschreiben der Daten ein Snapshot erzeugen, der dann für eine festgelegte Dauer (TTL) verfügbar bleibt.

Mehr dazu ► Soft Delete for Azure Blob Storage

Azure SQL DB Standard

Die Standardversion der Azure SQL DB unterstützt ab sofort Clustered und NonClustered Columnstore indexes. Dies war bisher nur bei der Premium-Variante der Fall. Eine kleine Einschränkung: Aktuell gilt die Neuerung nur für Standard-DBs ab Preisstufe S3.

Mehr dazu ► Columnstore support in standard tier Azur SQL Databases

Azure Data Lake Store

Der Azure Data Lake Store ist nun auch in Westeuropa verfügbar, wobei das Rechenzentrum in Amsterdam angesiedelt ist. Bislang konnten europäische Kunden einen Data Lake Store lediglich über Nordeuropa bzw. Dublin erstellen.
 
Noch einmal zur Info: Beim Azure Data Lake Store handelt es sich um einen optimierten Speicher für Big-Data-Analyse-Workloads. Dieser lässt sich unbegrenzt skalieren und ist mit den gängigen Standards aus dem Hadoop-Universum kompatibel.

Mehr dazu ► Azure Data Lake launches in West Europe region

SQL Information Protection

Mit der SQL Information Protection stellt Microsoft seit kurzem eine neue Funktion für die Azure SQL-Datenbank bereit, durch die sensible Daten – wie Geschäfts-, Finanz oder Gesundheitsdaten – ermittelt, klassifiziert, bezeichnet und geschützt werden können. Entsprechend lassen sich mit dieser Funktion aktuelle und künftige Datenschutzauflagen umsetzen.

Die Vorteile im Überblick:

  • Unterstützung bei der Einhaltung von Datenschutzstandards und behördlichen Vorschriften, wie der europäische Datenschutz-Grundverordnung
  • Implementierung verschiedener Sicherheitsszenarien, wie z.B. einer allgemeinen Überwachung oder Warnhinweisen bei abweichendem Zugriff
  • Zugriffssteuerung für Datenbanken, die sensible Daten enthalten

Auch dieses Feature befindet sich noch in der Vorschauphase. Es ist auch für den On-Prem-SQL-Server verfügbar. In diesem Kontext erfolgt die Administration über die neueste Version des SQL Server Management Studios.

Azure News

Mehr dazu ► Introducing SQL Information Protection

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